Namibia 2013 - Schakal kann immer kommen!

JackalDiese, auf afrikanische Verhältnisse übertragene deutsche Jägerweisheit, die daran erinnern soll, stets die Waffe mit ins Revier zu nehmen, begleitete die Jagdfreunde Torsten, Ingo und meine Wenigkeit auf den gesamten 12 Tagen, die wir dieses Jahr in den ehemaligen deutschen Schutzgebieten mit dem Bogen waidwerkten. Ähnlich, wie vor genau einem Jahr auf der Büffeljagd in Australien, ergab sich auch diese Jagdmöglichkeit eher durch eine zufällige Bekanntschaft innerhalb der internationalen Jagdausübung und Kontaktpflege.

Farmbesitzer und Rinderzüchter Holger hatte uns eingeladen auf seinem Grund und Boden in Namibia zu waidwerken. Eine tolle Sache, auch wenn bereits Holgers Bekanntschaft und Familie allein schon ein Erlebnis war. Halb-Thüringer / Halb-Herrero ist unser Freund Holger mit Anita aus Norwegen verheiratet. Ihre beiden Kinder, Savannah und Leo, wachsen fünfsprachig auf. Egal ob englisch, afrikaans, deutsch, herrero oder norwegisch, man bekommt immer die passende Antwort. Auf ihrer Farm finden sich zwar so ziemlich alle Steppenwildarten des südlichen Afrikas, aber in erster Linie dient sie zur Zucht der Rinderrasse Bonsmara. In direkter Nachbarschaft, sozusagen über die Straße, befindet sich die recht bekannte Hunting Lodge „Lindenhof“. Der Verwalter und zuständige Berufsjäger Jaco Levin war sodann auch unser Jagdführer (mit Bogenjägerlizenz). Doch dazu später. Auch auf den Flug mit Air Namibia gehe ich am Ende des Berichts nochmal ein.

Holger holte uns am Flughafen Hosea Kutako International ab und nach kaum 90 Minuten Fahrt in Richtung Osten waren wir auch schon auf „Oehlland“. Anita und Savannah bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Wir fühlten uns sehr willkommen. Das Farmgebäude aus der Kolonialzeit hat Holger erstklassig renoviert. Die Räumlichkeiten waren so großzügig, dass jeder von uns Dreien sein eigenes Zimmer mit Bad aussuchen konnte. Ein Aufenthaltsraum und eine Küche mit vollem Kühlschrank gehörten auch noch dazu. Nach einer kurzen Stärkung nahmen wir uns 2 Stunden Zeit für einen ausgiebigen Gamedrive. Oehlland ist eigentlich nicht auf Jagdgäste eingerichtet, dennoch hatte Holger keine Mühen gescheut, zusammen mit seinen Farmangestellten mehrere natürlich-getarnte Ansitze aus dem vorhandenen Buschwerk zu zaubern. Zurück auf der Farm begann das obligatorische Sortieren der Ausrüstung und das Probeschießen der Bögen. Alles passte einwandfrei. Anita und Savannah verabschiedeten sich nach Windhoek bis zum nächsten Wochenende. Die Farm war also nun eine reine Männerwirtschaft. Es versteht sich in Afrika von selbst, dass man den Tag mit einem Braai ausklingen lässt. Gleich am ersten Abend gab es mein Lieblingswild, Lende von der Elandantilope.

Beim ersten Ansitz am nächsten Morgen hatte ich wenig Anblick. Ich zog den Bogen auf einen Schakal aus, aber genau das bekam er mit und gab mir keine zweite Chance. Für Holger natürlich ärgerlich, da der Schakal als Opportunist bei den Farmern alles andere als gern gesehen ist. Eine anschließende Pirsch brachte einige kleinere Warzenschweine und eine Herde Kuhantilopen auf Bogendistanz, aber ich verzichtete. Selbstkritisch muss ich bemerken, dass sich bei mir auf der mittlerweile zehnten Jagdreise ins südliche Afrika eine gewisse Eigenart eingestellt hat, die man wohl als „zu wählerisch“ bezeichnen könnte. Nichtsdestotrotz genoss ich jede Minute auf afrikanischem Grund wie beim ersten Mal, jedoch etwas abgeklärter und weitaus weniger abschussorientiert.
Unser „Frischling“ Torsten hat uns dann gleichmal gezeigt wie es geht und von seinem provisorischen Ansitz aus seine erste Warzenschweinbache gestreckt.

Die folgenden 4 Tage waren von häufig wechselnder Windrichtung geprägt. Ein Ansitz in den Bushblinds machte wenig Sinn, so dass wir die komplette Jagd auf Oehlland nur noch pirschten. Warzenschweine gingen eigentlich immer. In meinem Fall hatte ich aber nur Anblick auf einige Halbwüchsige oder eine Bache mit Nachwuchs. Gerade als ich einen Keiler in ca. 60 Metern Entfernung ausmachte, wechselte spitz von vorn ein einzelner Oryxbulle in meine Richtung. In diesem Moment hatte ich keinerlei Deckung und hockte mich einfach ins kniehohe Gras. Der Wind war gut und der Bulle kam näher. Ca. 15 Meter vor mir starrte er mich an. Er wusste, das Ding da vor ihm gehörte nicht hierher. An eine Bewegung meinerseits war gar nicht zu denken. Mit gesenktem Blick atmete ich so flach es eben ging. Der Oryxbulle machte einen kleinen Bogen um mich und es war vorauszusehen, was nun passiert. Natürlich bekam er dadurch meinen Wind und ging hochflüchtig ab. Als ich mich wieder langsam aufrichtete, war von dem Warzenkeiler auch nichts mehr zu sehen. Torsten hatte hingegen wieder zugeschlagen und einen kapitalen Warzenkeiler von über 90kg strecken können. Tags darauf brach auch bei Ingo das Eis und er konnte sein erstes Warzenschwein in Besitz nehmen. Für den nächsten Morgen beschloss ich eine Frühpirsch und verließ das Farmgelände vor Anbruch der Dämmerung, um entlang eines trockenen Flussbetts zu pirschen. Der sandige Boden war perfekt für eine leise Fortbewegung. Mit dem ersten Licht zog eine Herde Kuhantilopen auf ca. 35 Meter langsam an mir vorbei. Leider gab mir die Vegetation keinerlei Schussfenster. Gerade wollte ich mich die zwei Schritte hinunter ins Flussbett begeben, als mit einem kurzen Fauchen ein schwarzer Schatten zu meinen Füßen sein Heil in der Flucht suchte. Das war das erste Mal, dass ich eines meiner afrikanischen Lieblingstiere „Live und in Farbe“ erleben konnte. Kurze Läufe, ständig schlecht gelaunt und Angst vor rein gar nichts – der Honigdachs.

Eigentlich nachtaktiv, störte ich ihn wohl auf dem Weg in den Feierabend. Bevor ich den Bogen ausziehen konnte, schliefte der Bursche in seinen Bau direkt am Rande des Flussbetts. Etwas später sah ich noch einen zweiten Dachs, aber der war zu weit weg. In Schussentfernung kam, mal wieder, eine Bache mit fünfköpfigem Nachwuchs. Vormittags pirschte ich mit Holger noch auf Eland, aber ohne Erfolg. Auf dem Heimweg dann wieder 5 Warzenschweine, aber kaum dem Frischlingsalter entwachsen. Es war der letzte von 5 Jagdtagen auf Oehlland und das „Schneiderdasein“ wurmte ein wenig. Ich setzte meine Hoffnungen auf die 4 Jagdtage auf Lindenhof.

Bereits am Abend kamen Anita und die Kinder aus Windhoek. Ingo hatte für Holger und Leo jeweils noch eine komplette Bogenausrüstung im Gepäck. Logisch, dass bis zum allerletzten Tageslicht geschossen wurde, was das Zeug hielt. Wieder zwei Bogenjäger mehr in Namibia.


Tags darauf ging es nach einem ausgiebigen Frühstück in Richtung Lindenhof, ein 10.000ha großes Jagdgebiet für alles, was unter die Kategorie Steppenwild im südlichen Afrika zu zählen ist. Nach der Begrüßung und ersten Gesprächen mit Berufsjäger Jaco und Jacomien Levin, bezogen wir unsere Quartiere. Die Farmgebäude liegen mitten im Jagdgebiet, so dass man eigentlich immer Anblick hat, egal zu welcher Tageszeit man aus dem Fenster schaut. Im Umfeld des Hauses wird aber natürlich nicht gejagt.
Der obligatorische Gamedrive zur Revierbesichtigung war schon ein Augenöffner. Große Herden an Wasserböcken, Elands und Gnus, zahlreiche Oryxantilopen und natürlich immer wieder Warzenschweine kreuzten unseren Weg und unser Blickfeld. Es war nun schon früher Nachmittag und wir machten noch ein paar Probeschüsse auf der Einschießbahn. Nach dem „Pirschmarathon“ auf Oehlland beschlossen wir, uns vorerst einmal anzusetzen. Ob erhöht oder ebenerdig, alle Ansitze waren von sehr guter Qualität und recht geräumig. Da ich fast genauso gerne mit der Kamera jage wie mit dem Bogen, kamen mir die Extraöffnungen für das Objektiv sehr entgegen. Ich bezog einen erhöhten Ansitz an einer großen Freifläche. Relativ früh ließen sich ein paar Wasserböcke und ein hochträchtiges Oryxweibchen blicken. Danach passierte knapp 2 Stunden lang nichts. Als ich mich kurz einmal räuspern musste, vernahm ich sogleich das Warngrunzen eines Warzenschweins hinter mir. Der Blick über die Schulter erhaschte sodann auch nur noch die senkrecht gehaltenen Pürzelquasten von einer Bache und ihrem Nachwuchs. Nach weiteren 30 Minuten kamen ca. 15 Oryxantilopen in Schussreichweite. Da die Abenddämmerung kurz bevor stand, zögerte ich nicht lange, suchte mir einen brauchbaren Bullen aus und ließ fliegen. Mit dem subjektiven Eindruck des Treffers war ich zufrieden, auch wenn das Stück aus der Sicht flüchten konnte. Jaco wurde sogleich per SMS informiert. Wenige Minuten später kam er mit Torsten und der Jagdhündin Janka. Auf der Ladefläche lag bereits ein starker Oryxbulle, den Torsten kurz zuvor gestreckt hatte. Langsam wurde es dunkel, jedoch hatte Janka meine Antilope rasch gefunden, so dass wir mit zwei guten Bullen zurück ins Haupthaus fuhren. Wir klärten noch kurz die Frage der Trophäenpräparation und machten uns fürs Abendessen fertig, zudem auch Holger und Anita hinzustießen. Ich denke, jeder Jäger, vor allem jeder Auslandsjäger, kennt und genießt diese Abende. Der Austausch von interessanten, lustigen oder auch traurigen Anekdoten unter Gleichgesinnten und die Erlebnisse des vergangenen Tages mit den Plänen für die Zukunft zu verknüpfen, ist etwas ganz Besonderes. So etwas prägt und formt mitunter den Charakter, bildet den Geist immer wieder weiter, festigt Freundschaften und ist somit stets eine Bereicherung.

Die darauffolgende Nacht war eine von der Sorte, die niemand braucht. Ab ca. 2 Uhr wurde ich von heftigem Brechdurchfall geschüttelt, der bis zum Vormittag anhielt. An eine Jagdausübung war nicht zu denken. Noch bis in die Morgenstunden konnte ich nicht einmal Wasser bei mir behalten und machte mir so langsam Gedanken um meine Flüssigkeitsversorgung. Das ist der Gefühlszustand, den man landläufig als „hunde-elend“ bezeichnet. Jacomien versorgte mich rührend mit Salzgepäck und Tee. Glücklicherweise blieb das dann auch gegen Nachmittag drin. Abends schleppte ich mich zwar zum Dinner, aß aber nur ein wenig Suppe. Natürlich war ich der Einzige, dem das widerfuhr. Der verlorene Jagdtag wurmte sehr. Allerdings hatten Ingo und Torsten an diesem Tag auch kein Glück.

Am nächsten Morgen ging es mir wieder deutlich besser. Ich besetzte den Ansitz, von dem aus Torsten zwei Tage zuvor seine Oryxantilope gestreckt hatte. Bezüglich des Anblicks war dieser Tag gigantisch. Impalas, mehrere Warzenkeiler, Leierantilopen, Weißschwanzgnus, Kudus und noch einige Tiere mehr gaben sich die Klinke in die Hand. Dabei habe ich sehr viel fotografieren können. Für schöne Portraitfotos ist ein Blind am Wasserloch eben unschlagbar. Gegen 16.30Uhr schoß ich einen einzelnen Überläufer für die Küche. Trotz der kurzen Distanz von nur 11 Metern und perfektem Abkommen saß der Treffer grenzwertig weit am Übergang Zwerchfell/Magen, also ein paar Zentimeter zu weit hinten. Wieder musste Jaco mit Janka ran und bewies erneut exzellente Nachsuchequalitäten, so dass die Suche kurz war. Mit dem ersten Tageslicht des letzten Jagdtages ging ich auf die Einschießbahn und stellte eine ungewöhnlich schlechte Gruppierung meiner Jagdpfeile fest. Auch der Pfeilflug an sich war alles andere als zufriedenstellend. Am Bogen selbst konnte ich zunächst keinerlei Defekt oder lockere Schraubverbindungen feststellen, so dass ich etwas ratlos beschloss, die Jagd damit abzuschließen. Während Torsten und Ingo den letzten Jagdtag voll ausschöpften und nochmal gute Beute machten, schraubte ich das Zoomobjektiv auf die Kamera und ging auf Fotopirsch. Nach der Rückreise einige Tage später in der heimischen Werkstatt stellte sich sodann heraus, dass ein simples „Nock-Pinching“ des Sehnenloops dazu geführt hatte, dass der Pfeil nicht mehr perfekt auf der Pfeilauflage positioniert war, sondern sich ca. 1-2mm anhob und sodann rechts oder links an der Pro-V-Auflage anlag. Entsprechend waren somit auch die Trefferabweichungen zu erklären. Vom Schützen aus war das nicht zu sehen und auch eine nebenstehende Person, die den Auszug beobachtete, konnte das kaum erkennen. Ärgerlich, aber nicht weiter schlimm. Mit insgesamt 6 Antilopen und ebenfalls 6 erlegten Warzenschweinen konnte sich keiner von uns beschweren.

Am nächsten Tag brachte uns Jaco nach Windhoek zum Tamboti-Hotel. Nachdem wir unser Gepäck dort abgeladen hatten, besuchten wir das Hotel Thule, welches wiederum auch dem Eigentümer von Lindenhof gehört. Leider war er (Wolfgang, ein deutscher Auswanderer) gerade nicht da. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend im berühmten „Joe’s Beerhouse“ bei Zebrasteak und anderen leckeren Sachen, bis sich Jaco dann irgendwann verabschieden musste. Am nächsten Tag ging unser Flug erst am späten Abend in Richtung Heimat. Holger hatte mit dem deutschsprachigen Herrero Isy einen Reiseführer für uns organisiert, mit dem wir noch einen interessanten Tag lang einige Sehenswürdigkeiten und Restaurants in Windhoek unsicher machten, um dann gegen Nachmittag doch noch im Hotel Thule auf Wolfgang zu treffen, der schon vor vielen Jahrzehnten nach Namibia auswanderte und sich mit viel Fleiß eine beneidenswerte Existenz aufbauen konnte. Einige Rock Shandys und Bierchen später mussten wir dann aber leider in Richtung Flughafen aufbrechen und den Airbus nach Frankfurt besteigen.

Das war für uns sicherlich nicht die letzte Jagdreise nach Namibia. Erstklassige Biodiversität und Trophäenqualität zeichneten besonders Lindenhof aus. Auch die geschichtlichen Ausführungen im Rahmen unserer privaten Stadtrundfahrt mit Informationen sozusagen aus erster Hand, waren sehr lehrreich. Interessant war vor allem die Feststellung, dass die deutsche Kolonialherrschaft vor ca. 100 Jahren von der schwarzen Bevölkerung wesentlich entspannter betrachtet wird, als von so manchem politisch-korrekten Gutmenschen hierzulande, der schon morgens mit erhobenem Zeigefinger aus dem Bett aufsteht.


Air Namibia

Zugegeben, die Buchung im April für einen Abflug im Juli erfolgte etwas spät, um noch einen günstigen Ticketpreis zu ergattern. Die Umstände erlaubten eben keine Buchung zu einem früheren Zeitpunkt. Kurz: Zu diesen Ticketpreisen hätten wir auch beinahe mit Singapore Airlines nach Darwin fliegen können wie ein Jahr zuvor. Sei’s drum.

Das Reisebüro meiner Wahl gehört einem guten Bekannten von mir und ich weiß, dass er sich immer hervorragend um meine (unsere) Belange kümmert. Natürlich wurde die Bogenausrüstung als „Archery Sport Equipment“ angemeldet, so dass wir 20kg Extragepäck frei hatten.

Leider war das Servicecenter von Air Namibia nicht in der Lage die Beförderung des Sportgepäcks SCHRIFTLICH zu bestätigen. Dies wurde lediglich mehrfach telefonisch getan, wobei die Aussage gemacht wurde, dass bis zu 20kg Sportgepäck kostenfrei befördert werden. Es ist mir unerklärlich, warum so etwas nicht schriftlich geht. Laut Air Namibia ist eine schriftliche Bestätigung nicht möglich.

Beim Check-in kam es dann wie befürchtet zu Verwirrungen. Ein Mitarbeiter von Air Namibia stand hinter den Kollegen am Check-in-Schalter und wies diese an, jeweils EUR 160 von jedem von uns Dreien für das Übergepäck zu kassieren. Auf meinen Hinweis an diesen Herren, dass eine kostenfreie Beförderung seitens Air Namibia zugesagt war, kam seinerseits nur ein „Das interessiert mich nicht.“ als Antwort. Gefolgt von dem drohenden Hinweis, dass wir vor dem 01.05.2013 gebucht hätten und er uns auch EUR 25 pro Kilogramm Übergewicht berechnen könne.

Nach einer längeren Diskussion ließ er sich dann dazu herab, uns "nur" EUR 80 pro Person abzuknöpfen. Diese wurden von uns jeweils in bar bezahlt. Ich war stinksauer.
Bei der Abreise in Windhoek am 25.Juli schien man am Check-in-Schalter deutlich besser informiert gewesen zu sein. Die nette Dame fragte uns nur, wann die Reise gebucht wurde. Da dies vor dem Gültigkeitsdatum der neuen Gepäckrichtlinien am 01.05.2013 geschah, bestätigte sie die kostenfreie Beförderung unseres Sportgepäcks. Hätten wir später gebucht, wären wohl NAM$ 850 (ca. EUR 62) fällig gewesen.

Warum ist man im Servicecenter von Air Namibia in Deutschland nicht in der Lage, die eigenen Produkte und Richtlinien zu kennen und diese wahrheitsgemäß, verlässlich und eben schriftlich an den Kunden weiterzugeben? Ich hätte mit einer Zusatzgebühr kein Problem gehabt, wenn ich diese vorher hätte einkalkulieren können. Die Bogenkoffer wurden sodann vom Zoll gecheckt. Das war aber problemlos und schnell erledigt.

BeinfreiheitDer nächste „Schock“ kam dann im Flieger. Mag sein, dass ich von Singapore Airlines und South African Airways etwas verwöhnt bin. Auch hatte ich nicht genau auf den Flugzeugtyp in den Buchungspapieren geschaut. Bereits am Gate sah ich dann, dass es ein Airbus A340-300 war. Einmal an Bord wurden meine Befürchtungen bestätigt. Eine Kiste aus den 1990ern mit Sardinendosenbestuhlung (ich bin 1,91m) und Minimalausstattung. Hatte ich mich, wie bei South African Airways gewohnt, auf bequeme Sitzabstände und individuelles Entertainment-System gefreut (Airbus A340-600) , parkten nun meine Kniescheiben an der Sitzlehne des Vordermannes (ohne Bildschirm) und die Unterhaltung kam aus ein paar uralten Röhrenbildschirmen, die sich aus der Decke nach unten klappten und deren Kathodenstrahl so marode war, dass das Bild eigentlich nur noch grün war. Fast schon nebensächlich zu erwähnAN03en, dass sämtliche Kopfhöreranschlüsse defekt waren und sich das Fernsehen somit auch wirklich nur auf „das Sehen“ beschränkte. Die Bordverpflegung hatte nicht mal ansatzweise das Niveau von South African Airways. Es waren lange 10 Stunden.
Der Rückflug war nicht voll ausgebucht, so dass sich wenigstens Ingo etwas lang machen konnte. Auch war in diesem Flieger die Verpflegung deutlich besser als auf dem Hinflug.

Unfreundliches, inkompetentes Personal (in Frankfurt), heftige Preise, Flugzeugtechnik von gestern und mäßige Verpflegung sind hoffentlich nicht die Regel bei Air Namibia. Für die nächste Reise habe ich bereits in Erwägung gezogen mit South African Airways über Johannesburg nach Windhoek zu fliegen. Das wäre auch nicht teurer, aber deutlich komfortabler. Leider hört man zuweilen öfters von verschlamptem Gepäck auf dieser Route, welches dann erst Tage später, wenn überhaupt in Windhoek ankommt. Wie man’s macht,.......

 

Meine Beschwerde beim Air Namibia Service Center bezüglich der verlangten EUR 240 für das Übergepäck hatte zwar eine Bearbeitungszeit von 10 Wochen, jedoch wurde letzten Endes das Geld zurückerstattet.

 


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